Projekt LISA
Projekt LISA (Leben in Sicherheit für Alle)
Prävention und Bekämpfung von sexueller Gewalt gegen Frauen mit Behinderung
Sexuelle Gewalt gegen Frauen hat viele Gesichter. Sie reicht von sexueller Belästigung bis hin zu Vergewaltigung. Für die Opfer sind die Übergriffe immer verletzend. Betroffene fühlen sich meist völlig ausgeliefert und empfinden sehr große Angst. Erschwerend kommt hinzu, dass die sexuelle Gewalt häufig an Orten stattfindet, an denen sich Frauen sicher fühlen sollten, wie zum Beispiel zuhause oder am Arbeitsplatz. Dies betrifft sowohl Frauen mit als auch ohne Behinderung.
Frauen mit Handicap sind jedoch besonders gefährdet, Opfer sexueller Gewalt zu werden. Statistiken gehen von einem bis zu vierfach erhöhten Risiko aus. Dennoch fehlen vielerorts adäquate Hilfsangebote für diese Personengruppe.
Dies will unser neues Projekt seit Oktober 2010 für den Raum Stuttgart ändern.
Um Frauen mit Behinderung gut unterstützen zu können, müssen zahlreiche Institutionen und Einrichtungen zusammenarbeiten. Oft sind Einrichtungen der Behindertenhilfe jedoch noch nicht ausreichend über das Thema informiert und Hilfseinrichtungen gegen sexualisierte Gewalt nicht auf die speziellen Bedürfnisse von Frauen mit Behinderung ausgerichtet.
Ziel des Projekts ist es daher, mithilfe der finanziellen Unterstützung der GlücksSpirale und der Auerbach-Stiftung zunächst ein Netzwerk bestehend aus Einrichtungen der Behindertenhilfe, Fachberatungsstellen gegen sexualisierte Gewalt, Pro familia, Polizei, Kliniken und anderen Institutionen aufzubauen. Zudem soll der Unterstützungsbedarf von betroffenen behinderten Frauen im Raum Stuttgart und geeignete Maßnahmen zur Prävention ermittelt werden, um spezielle Beratungsangebote für Betroffene, Schulungen für Fachkräfte in der Behindertenhilfe und Präventionsangebote für Frauen zu entwickeln.
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